TUS Alteheide 29/49 e.V.
Vereinsgeschichte

Der Sportverein TuS Alteheide wurde im wirtschaftlich schwierigen Jahr 1929 von einer Gruppe Fußball begeisterter Männer um Heinrich Feller gegründet.

Diese Gemeinschaft nannte sich zunächst Schwarz-Blau Alte Heide und war dem Arbeiter- Turn- und Sportverein angeschlossen, der den Gewerkschaften nahe stand, und die Sporttätigkeit der arbeitenden Bevölkerung förderte.

Nach einigen Jahren stellten sich erste sportliche Erfolge ein. So bezwang man im Jahre 1932 in einem sportlichen Vergleich den westdeutschen Meister dieser Sportorganisation.

In den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur wurde der Verein aufgelöst. Viele Aktive und Freunde des TuS wurden in der Zeit des Weltkrieges an die Front gerufen und mussten dort ihr Leben lassen. Dies hatte zur Folge, dass sich die Neugründung des Vereines bis in den November 1949 hinauszögerte. Maßgeblichen Anteil an der Neugründung hatten die Sportkameraden Heinrich Feller, Fritz von der Heyde, Moritz Gräben und Karl Thatenhorst. Der TuS Alteheide erhielt seinen auch heute noch gültigen Namen und schloss sich dem Westdeutschen Spielverband an. Zu den neuen Vereinsfarben wurden Rot und Weiß gewählt.

Bedingt durch eine gute und engagierte Jugendarbeit, die zur soliden Basis des Vereins wurde, stellten sich die sportlichen Erfolge rasch ein. Nach dem schnellen Marsch durch die unteren Kreisklassen, kämpfte die 1. Mannschaft des TuS im Jahre 1969 sogar um den Aufstieg in die Bezirksliga. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch letztlich am „grünen Tisch“, da man angeblich einen nicht spielberechtigten Akteur („Fall Laske“) eingesetzt haben soll.

Nach weiteren wechselvollen Zeiten spielte man nach dem Aufstieg aus der B-Kreisliga 1981 wieder in der höchsten Kreisklasse und etablierte sich. Der TuS brachte in diesen Jahren viele talentierte Kicker hervor, wie beispielsweise Alwin Düring und Michael Reiser.

Im Verlauf der Spielzeit 1986/1987 geriet der Verein jedoch in unruhigeres Fahrwasser. Durch die Ansiedlung des Warenverteilzentrums der Karstadt AG auf dem Gelände des ehemaligen Sportplatzes an der Hammer Straße wurde dem TuS Alteheide die sportliche Heimat genommen.

Der dadurch nötig gewordene kurzfristige Umzug ins Herderstadion in Unna, konnte sportlich nicht kompensiert werden. Die Folge war der Abstieg in die B-Kreisliga. Erst allmählich konnte unter der sportlichen Leitung von Willi Droste (bis 2003) die Konsolidierung des Vereins betrieben werden. In enger Zusammenarbeit mit dem neuen Vorstand, angeführt vom 1. Vorsitzenden Hans Weischer und dem Obmann Richard Kerker, gelang es, eine junge und schlagkräftige 1. Mannschaft zu formieren, die sich in ihren Leistungen stetig verbessern konnte. Der vorläufige sportliche Höhepunkt fand schließlich seinen Ausdruck im Aufstieg in die Kreisliga A in der Saison 1991/1992.

Eng verknüpft hiermit war auch die endgültige Neuansiedlung des TuS Alteheide in seiner Heimat im Bereich der Hammer Straße. In Kooperation mit der Stadt Unna und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Unna, konnten die finanziellen Mittel für den Stadionneubau bereitgestellt werden und die Baupläne realisiert werden. Im Dezember 1992 wurde das Sportgelände, das einen Rasenplatz mit Vereinsheim umfasst, dem TuS Alteheide übergeben. Auch auf sportlicher Ebene konnte hier den Aktiven noch einmal ein Schub verpasst werden. Der Lohn war für beide Mannschaften der vierte Platz in ihren jeweiligen Ligen.

Im Sportjahr 1994/1995 feierte der TuS schließlich seinen bisherigen sportlichen Höhepunkt: Beide Seniorenmannschaften erreichten in ihren Ligen die Meisterschaft. Während sich die Erste nur eine Spielzeit in der Bezirksliga halten konnte, gehörte die Reserve bis Ende der Saison 2007/2008 der Kreisliga B an.

In den letzten Jahren wurde auch erfolgreich die Jugendabteilung reaktiviert. (…).

Als Modellprojekt hat der TuS Alteheide unter seinem damaligen Vorsitzenden Hans Weischer, der im September 1997 viel zu früh verstarb, Ende 1996 einen Nutzungsvertrag mit der Stadt Unna abgeschlossen, der die eigenständige Verwaltung und Pflege der Sportanlage an der Dreherstraße beinhaltet. Die Alteheider Platzanlage, und insbesondere die Rasenfläche, gilt als eine der Besten im Kreis Unna. Nicht wenige behaupten gar, es wäre die Schönste. Dies ist das erfreuliche Ergebnis der gelungenen Kooperation zwischen Stadt (Sportamt, Sportausschuss) und Verein. Im Frühjahr 1998 ist dann mit Unterstützung der Sparkasse Unna eine Rasenfläche für den wöchentlichen Trainingsbetrieb der Vereinsmannschaften angelegt worden.

Das Vereinsheim hat sicht mittlerweile auch als sozialer und gesellschaftlicher Treffpunkt in Alteheide etabliert: So hat sich ein sportunabhängiger Sparclub firmiert, der sich im regelmäßigen Rhythmus trifft. Der SPD-Ortsverein hat seine Sitzungen abgehalten und seit der letzten Bundestagswahl ist das Vereinsheim auch gleichzeitig Wahllokal. Auch vereinsfremde Personen können die Örtlichkeiten für Familienfeiern und gesellschaftliche Veranstaltungen nutzen.

Im Jahre 1999 feierte der TuS Alteheide 1929/49 schließlich ein doppeltes Jubiläum: 70 Jahre sind dann seit der Gründung des Vorläufervereins Schwarz-Blau Alte Heide vergangen. 50 Jahre seit der Neugründung unter dem noch heute gültigen Namen TuS Alteheide.

In den letzten fünf Jahren hat der TuS Alteheide 1929/49 e.V. sein Hauptaugenmerk auf die Verbreiterung der sportlichen Basis und den Ausbau der Sportanlage an der Dreherstraße gelegt. So konnte direkt neben dem Hauptplatz ein kleines Trainingsgelände errichtet werden, auf dem bestimmte Trainingseinheiten ausgeübt werden können, damit der Hauptplatz etwas geschont werden kann.

Seit dem Jubiläumsjahr 2004 stellt der TuS je eine E-, F- und G-Jugendmannschaft dazu kommen seit der Saison 2007/2008 je eine D-Jugendmannschaft der Jungen und der Mädchen und seit der Saison 2008/2009 je eine C-Jugendmannschaft der Jungen und der Mädchen. Ebenfalls gemeldet ist seit 2003 die reaktivierte Alte-Herren-Mannschaft, die mit dem Gewinn der Feld-Stadtmeisterschaft in 2005 diesen Aufwärtstrend bestätigen konnte.

Am Ende der Saison 2007/2008 war durch den Aderlaß von Spielern zu anderen Vereinen und der Verjüngung beider Kader der sportliche Abstieg beider Seniorenmannschaften nicht mehr kompensierbar und leider unvermeidlich. Aber dies soll nur eine Momentaufnahme bleiben, so dass hoffentlich in kürzester Zeit beide Seniorenmannschaften des TuS wieder den jeweiligen Aufstieg in die A- bzw. B-Kreisliga realisieren können. Die Verjüngung beider Kader war sicherlich ein harter Einschnitt aber auch der richtige Weg und dieser wird sicherlich zukünftig wieder von Erfolg gekrönt werden.

Durch einen selbst durchgeführten und finanzierten Anbau konnten Platzmängel im Vereinsheim wirkungsvoll behoben werden.

Die Schaffung einer eigenen Homepage durch Mitglieder des TuS bietet nun auch eine mediale Präsens im Internet.

Der Erfolg des TuS Alteheide 1929/49 e.V. basiert auf der engen Zusammenarbeit aller Abteilungen im Vorstand und im Verein. Nur so lassen sich strukturelle Mängel durch die geringe Größe des Vereins mit knapp 200 Mitgliedern ausgleichen.

Text: Matthias Weischer